Drei Stunden bei Pete, und am Ende fehlt Platte C
Das Becken ist da, der Grosseinkauf auch. Der Unterschrank bleibt trotzdem halb fertig stehen, weil die Platte fehlt, auf der alles ruht.

Auf einen Blick
- Gemacht
- Reefer 425 G3 bei Crazy Corals abgeholt und ins Haus getragen, Gestein, Sand, Osmoseanlage, Salz, ReefMat, Tests und Mikrofauna gekauft, Plattenkanten lasiert, ProfiLux ins Netzwerk gebracht, Unterschrank angefangen, fehlende Platte C gemeldet, Waschküche ausgeräumt.
- Ausgegeben
- CHF 3'531.75
- Wichtigster Entscheid
- Auf Petes Rat Fauna Marin Professional Sea Salt statt Tropic Marin Pro-Reef, es bringt eine KH näher an unserem Zielwert mit.
- Als Nächstes
- Platte C, dann den Unterschrank fertig bauen und vor dem Wasser entscheiden, ob die Mikrofauna bis zur Ammoniumprobe wartet.
Woche 3, und das Becken ist da. Es steht nur noch nicht dort, wo es hingehört. Am Samstag haben wir es bei Pete abgeholt und den grossen Einkauf gleich mitgenommen. Am selben Tag war der Unterschrank halb aufgebaut, und dann fehlte ein Teil, ohne das nichts weitergeht.
Drei Stunden bei Pete
Für die Abholung durften wir einen kleinen Transporter aus dem Geschäft nehmen, von der Hyga. Bei Pete in Wiedlisbach wurden daraus drei Stunden: reden, aussuchen, abwägen. Nach fünf Jahren gab es einiges zu erzählen. Was wir ausgesucht hatten, ging gleich mit in den Transporter.
Zu zweit zu schwer
Zuhause haben wir alles ausgeladen. Beim Becken war dann Schluss: Für meine Frau und mich allein war es zu schwer. Aus dem Transporter haben wir es noch gehoben, weiter kamen wir nicht. Die Nacht hat es unter dem Carport verbracht. Heute hat uns ein Kollege geholfen, es ins Haus zu tragen.
Platte C
Am Samstag haben wir uns auch gleich an den Unterschrank gemacht. Mitten im Aufbau ging die Suche los, nach Platte C. Das ist die gepolsterte Platte, auf der das Becken später steht.
Zuerst haben wir beide Kartons durchsucht, ob wir sie irgendwo verlegt hatten. Nichts. Dann nachgelesen, dass genau dieses Teil direkt unter dem Becken mitgeliefert wird. Erleichtert raus zum Carport, Becken angehoben, meine Frau schaut drunter: kein Brett.
Heute Morgen haben wir ungläubig noch einmal nachgeschaut, mit demselben Ergebnis. Also Pete geschrieben und danach angerufen. Er kümmert sich am Montag als Erstes darum. Bis die Platte da ist, bleibt der Unterschrank halb fertig stehen.
Die Waschküche statt des Unterschranks
Statt weiterzubauen, haben wir heute die Waschküche ausgeräumt. Dort entsteht später das Wasser, rund zwanzig Meter vom Becken entfernt, zwei Türen und drei Stufen weit. Morgen wird geputzt und neu eingerichtet: Das 220-Liter-Fass soll dort fest stehen bleiben, die beiden 60-Liter-Fässer brauchen einen Platz, und dazu kommt alles fürs Aquarium, was man nicht täglich braucht.
Wofür CHF 3’531.75
Auf diesen Eintrag zeigen 45 Positionen, vom Einkauf bei Pete bis zu den Paketen, die unter der Woche kamen. Einzeln stehen sie unter Ausgaben. Als Liste sagen sie wenig, nach Zweck sortiert schon mehr:
| Wofür | CHF | Darin |
|---|---|---|
| Riff | 1’183.00 | 33.4 kg Real Reef Rock, 18 kg Sand, Epoxy und Sekundenkleber, Lichtrasterplatte |
| Wasser | 979.30 | Osmoseanlage mit Mischbettfilter, 25 kg Salz, drei Fässer, Schläuche |
| Filter und Heizung | 518.00 | ReefMat 1200, ein Heizer mit 300 W |
| Messen | 257.00 | Tropftests, Hanna-Reagenzien, ein neuer Checker, Kalibrierlösungen |
| Alte Technik | 227.45 | Schläuche, Tüllen, Halter und ein Wartungsset für Doser, KH Director, ProfiLux und Förderpumpe |
| Becken | 191.00 | Abdeckung, Scheibenreiniger mit Ersatzklinge |
| Mikrofauna | 176.00 | Daphbio, eine lebende Kultur und zwei Booster |
Ein Drittel geht ins Gestein, und das sieht man später. Das meiste andere verschwindet im Unterschrank, in der Waschküche oder im Kühlschrank.
Ein Stück, das nicht geklebt werden muss
Den grössten Posten hat Pete empfohlen: einen Real Reef Rock Arch XXL, 22.7 kg in einem Stück. Er kommt fertig ins Becken und muss nicht geklebt werden. Für eine der beiden Inseln hat er so gut gepasst, dass nur die zweite, kleine Insel zu bauen bleibt. Sie besteht aus 9.3 kg einzelnen Steinen und einem Fancy Arch von 1.4 kg. Für sie sind Epoxy und Sekundenkleber.
Nachgerechnet ist das grosse Stück teurer: rund CHF 31 je Kilo, die einzelnen Steine rund CHF 22.
Die Differenz, bei 22.7 kg rund CHF 190, bezahlt eine Insel, die ohne Kleben steht.
Das Salz war Petes Rat
Die Rechner unter Werkzeuge haben bis heute mit Tropic Marin Pro-Reef gerechnet. Pete hat uns zu Fauna Marin Professional Sea Salt geraten. Beim Nachlesen kam ein zweiter Grund dazu: Das Salz bringt eine etwas höhere Karbonathärte mit, die näher an unserem Zielwert liegt.
ReefMat statt Socken
Beim 525er hatten wir Filtersocken. Eine ReefMat war schon damals ein Gedanke. Pete meinte, sie sei eine gute Investition, und von Anfang an eingebaut sei sie einfacher als später nachgerüstet. Mit CHF 449 ist sie nach dem Arch das teuerste Stück der Woche. Beim Heizer bleibt es vorerst bei einem mit 300 W.
Zwei Testsysteme, aber nichts doppelt
Ammoniak und Nitrit brauchen wir fast nur in der Einfahrphase, dafür reichen Tropftests von Salifert. Calcium messen wir ebenfalls als Tropftest, weil der Hanna-Checker dafür mühsam sein soll. Für Nitrat kommt ein neuer Hanna-Checker dazu. Die Checker für Phosphat ULR und Alkalinität haben wir noch vom 525er, für sie gab es nur frische Reagenzien.
Die Liste aus Woche 0
In Woche 0 stand unter „Was als Nächstes dran ist”, was vor dem Wasser erledigt sein muss. So sieht die Liste nach dieser Woche aus:
| Punkt | Stand |
|---|---|
| Wasserdruck in der Waschküche messen | Nicht gemessen. Die Anlage ist gekauft, gemessen wird, wenn sie zu wenig liefert |
| GHL-Sammelbestellung | Am 8. September bestellt, diese Woche geliefert |
| Osmoseanlage mit DI-Harz | Gekauft, myAQUA 3800 mit Mischbettfilter. Aufgebaut wird sie in der Waschküche |
| Trockengestein | Gekauft, 33.4 kg |
| Chaetomorpha und Copepoden | Mikrofauna von Daphbio im Kühlschrank, Chaeto offen |
| Nite-Out II und Ammoniumchlorid | Nite-Out II seit Woche 2 da, dazu Special Blend. Ammoniumchlorid offen |
Wo der Plan wackelt
Zwei Sachen aus dieser Woche passen nicht zum Plan aus Woche 0. Beide sind noch offen.
Pete rät zu einem zügigeren Besatz, statt das Becken wochenlang ohne Fische laufen zu lassen. Wir überlegen noch. Vermutlich fahren wir ohne Fische ein, bis der Zyklus wirklich durch ist, und setzen danach zügig Korallen ein.
Die Mikrofauna steht im Kühlschrank, so wie bei Pete. Daphbio schreibt dazu, die Flasche solle schnell verwendet und bis dahin täglich belüftet werden. Im Startprotokoll von Daphbio kommt die lebende Kultur in der ersten Woche ins Becken, sobald die Bakterienblüte abgeklungen ist. Ammonium kommt in diesem Protokoll nicht vor, dafür das hauseigene Bakterienpräparat. Im Plan aus Woche 0 kommen die Copepoden dagegen erst nach der Ammoniumprobe, dort noch Gate 2 genannt: Eine Gabe von 2 mg/l Ammonium muss zweimal an verschiedenen Tagen binnen 24 Stunden abgebaut sein. Der Grund ist, dass wir mit Ammoniumchlorid auf 2 mg/l einfahren und freies Ammoniak für die Copepoden ein Problem ist. Für diese Kombination hat keiner der Hersteller eine Anleitung. Anders bei den beiden Flaschen von Microbe-Lift: Nite-Out II und Special Blend sind ausdrücklich für den gemeinsamen Einsatz gedacht. Bevor Wasser im Becken ist, entscheiden wir, ob die Kultur bis zur Ammoniumprobe wartet oder das Ammoniumchlorid wegfällt.
So geht Service
Nicht jede Lieferung dieser Woche war vollständig. Bei der Aquarium & Teich AG hatten wir in Woche 2 zwei Hydra Mounting Systems bestellt, die beiden, die sie noch am Lager hatten. Geliefert wurde eines. Am Mittwochabend habe ich per E-Mail nachgefragt und noch am selben Abend Antwort bekommen: ein Versehen, die zweite Halterung gehe sofort raus, dazu eine Entschuldigung. Am Freitag war sie da.
Ein Versehen kann passieren. Wie schnell und unkompliziert es behoben war, ist einen eigenen Absatz wert. Alle anderen Bestellungen kamen diese Woche vollständig an.
Der ProfiLux ist im Netz
Aus den Kisten kamen diese Woche der ProfiLux, der KH Director und die Doser. Der ProfiLux hat mich mehrere Stunden gekostet, bis er aktualisiert und im Netzwerk war. Die Oberfläche ist veraltet und alles andere als intuitiv, aber am Schluss lief es.
Von der Liste der letzten Woche: Die Kanten der Siebdruckplatte sind lasiert. Die MP40 sind noch nicht zusammengebaut, die O-Ringe haben wir erst am Samstag bei Pete mitgenommen. Die Halterungen für die Hydra montieren wir probeweise, wenn das Becken steht. Am echten Becken lässt sich besser ausmessen als an einer leeren Wand.
Nächste Woche
Platte C, dann den Unterschrank fertig bauen und das Becken an seinen Platz stellen. Die Waschküche einrichten und dort die Osmoseanlage aufbauen, bis am Ausgang 0 µS/cm stehen. Die MP40 mit den neuen O-Ringen zusammenbauen und, sobald das Becken steht, die Halterungen ausmessen. Und bevor Wasser ins Becken kommt, die Frage mit der Mikrofauna entscheiden.
Fixpunkt dieser Woche
Jede Woche dieselbe Ansicht vom selben Standort.
